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"Strahlentherapie für Tiere"

 

 

Seit vielen Jahren gilt die Strahlentherapie beim Menschen als tragende Säule der Krebstherapie neben der Chirurgie und der Chemotherapie. Die meisten Krebsarten sind bei Tier und Mensch sehr ähnlich und vergleichbar. Auch sprechen sie im Großen und Ganzen auf die gleichen Therapien an. Ein gravierender Unterschied zum Menschen liegt jedoch darin, dass bei Tieren durchwegs eine Vollnarkose nötig ist für jede Strahlentherapie.

 

Bei Strahlentherapien unterscheidet man die Gesamtdosis, die in Einzelfraktionen angewendet wird. Für verschiedene Tumoren sind unterschiedliche Dosierungen der Gesamtdosis nötig, was bedeutet, dass bei einer gleichen Dosis einer Einzelfraktion zum Erreichen einer nötigen Gesamtdosis eine unterschiedliche Anzahl von Narkosen nötig wäre. Beispielsweise benötigen Sarkome eine viel höhere Gesamtdosis als z.B. lymphatische Tumoren.

 

Ein weiterer Grund der „Zerlegung“ der Gesamtdosis in Einzeldosierungen (Fraktionen) beim Menschen ist die damit verbundene Reduzierung von Spätfolgen (oft nach 30 bis 40 Jahren). Da unsere tierischen Patienten keine so hohe Lebenserwartung besitzen, ist dieser Aspekt unseres Erachtens zu vernachlässigen. In den letzten Jahren wird auch beim Menschen die übliche häufige Anwendung von Strahlung kritisch hinterfragt. So hat eine Studie bei Brustkrebs-Patientinnen eindeutig bewiesen, dass eine einmalige hohe Dosis von Strahlung zeitgleich mit der Operation die gleichen Heilungserfolge zeigte, wie die übliche tägliche Bestrahlung über mehrere Wochen.

Link zur Targit-Studie

 

Da Tiere nicht so lange leben und für jeden Eingriff eine Narkose benötigen, scheint uns dieser Ansatz schonend für das Tier, sinnvoll und kostensparend. Wir bevorzugen also die unmittelbare Bestrahlung des Tumorbetts während einer Operation. Diese erfolgt noch vor Verschluss der Hautwunde, so dass die Haut selbst nicht bestrahlt wird, was die gefürchtete Wundheilungsstörung drastisch reduziert. Ein weiterer Vorteil der intraoperativen Bestrahlung liegt darin, dass restliche Tumorzellen idealerweise sofort abgetötet werden.

 

Bei herkömmlicher Strahlentherapie wird üblicherweise nach der OP 2-3 Wochen gewartet, da die externe Bestrahlung (EBRT) ansonsten die Wundheilung stört. In dieser Zeit können sich übrig gebliebene Tumorzellen bereits wieder drastisch vermehren, was wir vor allem am Beispiel Fibrosarkom öfter beobachtet haben.

 

Möglichkeiten für eine Hochdosis-intraoperative Strahlentherapie beim Tier:

1. Die Anwendung einer hohen Dosis (20 Gy) unmittelbar nach der Operation in das Tumorbett, z.B. mittels Orthovoltage-Geräten oder mittels Zeiss Intrabeam (Link)

2. Brachytherapie (Link)

 

GRUNDPRINZIP: gleicher Effekt bei weniger Kosten, weniger Behandlungen und weniger Narkosen + Ihr Tier muss nicht stationär bleiben!

 

Das gleiche Prinzip der maximalen Schonung des Tiers gilt auch bei der zusätzlichen Behandlung von Krebs mittels Elektrochemotherapie. Diese wirkt maximal im Bereich des Tumors, der restliche Organismus wird weitgehend ausgespart. (weiterlesen)

Um die Wirkung von sowohl Elektrochemotherapie als auch Bestrahlung noch zu verstärken, kombinieren wir beide Verfahren noch mit Hyperthermie. (weiterlesen)