Home Aktuelles Aktuelle Fälle Fibrosarkom

Plattenepithelkarzinom Kiefer

Who's Online

يوجد حالياً 4 زائر على الخط

Anmeldung





Designed by:

طباعة
كتب Administrator   

PRINZIPIELLES ZUR THERAPIE DES FIBROSARKOMS:

Derzeit werden viele verschiedene Therapien des Fibrosarkoms angeboten, woraus man schon sieht, dass die perfekte Methode noch nicht gefunden wurde. Beim Menschen wird zur Behandlung des "Weichteilsarkoms" prinzipiell die Methode Chirurge + Bestrahlung (+/- Chemotherapie) empfohlen. Wegen der Anwendung verschiedener Methoden in Kombination spricht man von einer "Multimodalen Therapie".


1. OPERATION: Immer noch wird hier (v.a. von Chirurgen) die 3 cm-Sicherheitsgrenze nach allen Richtungen empfohlen, was anatomisch oft einfach nicht möglich ist. Obendrein hatte ich oft auch schon Rezidive im Abstand von 5-6 cm vom Primärherd.


2. STRAHLENTHERAPIE: Wir behandeln etwas anders als die meisten Kollegen. Wir orientieren uns an neuesten Ergebnissen der Humanmedizin, wobei man nachgewiesen hat, dass eine 1 x intraoperative Hochdosis-Bestrahlung die gleichen Ergebnisse bringt wie die übliche oftmalige Bestrahlung 2-3 Wochen nach der OP. Diese Wartezeit nach der OP wird eingehalten, um Wundheilungsstörungen zu vermeiden. V.a. sehe ich darin ein Risiko, dass verbliebene Tumorzellen sich schon wieder vermehren können. Ich sah schon Rezidive in der Zeit.

Vgl auch Mensch / Mamma-CA: TARGIT Studie ; The Lancet

Die Rückfallrate lag hier bei ca. 2% und somit nicht höher als nach einer mehrwöchigen,
fraktionierten Strahlentherapie. Der Mensch braucht allerdings keine Narkose zur Bestrahlung im Gegensatz zum Tier!


3. MEINE IDEE: umso mehr Therapien (=multimodal), umso besser die Prognose! Wir wollen mit der Kombination OP + intraoperative Bestrahlung + Elektrochemotherapie lokal (alles in einer Sitzung) eine maximale Zahl von Tumorzellen abtöten, ohne aber das Tier 15-20 Mal in Narkose zu legen. Eine zusätzliche Kombination mit Interleukin 2 (Oncept) würde die Chancen noch mehr erhöhen, auch wenn es die Kosten nochmals erhöht. Leider werden wir mit keinem Verfahren der Welt eine 100 % Rezidivfreiheit erreichen.

 

 

 

Aktuelle Fälle Fibrosarkom

 

Eine alleinige Operation bringt bei dem Fibrosarkom in den allermeisten Fällen keine Heilung. Der Tumor kommt meistens sehr schnell und um einiges größer zurück!

Wenn man mittels Linearbeschleuniger bestrahlen möchte, muss man nach der OP 3 Wochen warten, um bestrahlen zu können. In dieser Zeit ist der Tumor oft schon wieder nachgewachsen.

Daher halten wir eine intraoperative Bestrahlung in Kombination mit Elektrochemotherapie für sinnvoller.

 

 

Katze mit Fibrosarkom im Schulterbereich


13 Jahre alte Katze mit 5,5 x 5 x 3 cm großem Fibrosarkom seitlich an der linken Schulter, bis vor das Schultergelenk ziehend.

 

Fibrosarkom Bein Dr. Wendlberger München


April 2016: einmalige Behandlung mittels OP, Hyperthermie, Bestrahlung und Elektrochemotherapie

Während der OP hat sich herausgestellt, dass bereits Verwachsungen bis tief unter das Schulterblatt vorlagen. Speziell bei dieser Lokalisation ist die Rezidivate extrem hoch! Der Tumor wurde herausoperiert, das Tumorbett einmalig mit einer hohen Dosis bestrahlt und der gesamte Bereich mittels Elektrochemotherapie behandelt.

Bis heute (Stand November 2016) ist vom Tumor nichts mehr zu sehen oder fühlen und der Katze geht es sehr gut.

Das Fell ist nachgewachsen und von der OP nichts mehr zu sehen.

 

Fibrosarkom Bein Dr. Wendlberger München

 

Nachkontrolle im November 2017, also 1,5 Jahre nach nur einer multimodalen Therapie: kein Nachwachsen des Fibrosarkoms.

Aussage des Besitzers: "Mittlerweile gute 14 Jahre und topfit, freut sich des Lebens und wir mit ihr"

 

Fibrosarkom Wendlberger Kontrolle nach über einem Jahr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Katze mit Fibrosarkom an der Hintergliedmaße:


14 Jahre alte Katze mit walnussgroßem Fibrosarkom am rechten Oberschenkel. Den Besitzern wurde vom Kollegen dazu geraten, die komplette Gliedmaße amputieren zu lassen.

 

Fibrosarkom Bein Dr. Wendlberger München

 

Juli 2016: einmalige Behandlung mittels OP, Hyperthermie, Bestrahlung und Elektrochemotherapie

Bis heute (Januar 2017) kam es nicht zu einem Rezidiv und die Katze ist laut Aussage der Besitzerin "putzmunter".

Von dem Tumor ist nichts mehr zu spüren.