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Brachytherapie bei Katzen

NEU: intraoperative Hochdosis-Strahlentherapie mittels Flabtechnik (z.B. Fibrosarkom Katze):

 

Ziel war es, mit möglichst wenig Behandlungen (= mit Narkosen) eine hohe nötige Gesamtdosis im Tumorbett zu erreichen, um dort möglichst alle verbliebenen Krebszellen abzutöten, ohne die darüber liegende Haut zu schädigen. Mit einer Bestrahlung von außen (Linearbeschleuniger, Cobalt-Geräte) wird bei Bestrahlung einer tieferen Schicht die Haut mitbestrahlt. Konsequenz: die Einzelfraktionen müssen kleiner gewählt werden, mit der Folge, dass viel mehr Sitzungen (20-25) in Narkose nötig sind.

Bei der Brachytherapie sind zum Erreichen der Gesamtdosis nur 4 Sitzungen (alle 2 Tage) nötig. Zwischenzeitlich kann der Patient wieder mit nach Hause bzw. in eine nahegelegene Katzenpension. Auf Wunsch orgsanisiert diese auch den Hol- und Bringservice zu den jeweiligen Bestrahlungen.    

Viele Tumore sollten mit einem großen Sicherheitsabstand (meist 3 cm) operiert werden. Die anatomische Situation erlaubt dies jedoch in vielen Fällen nicht. Eine nur marginale Resektion birgt das Risiko des baldigen Rezidivs (Nachwachsen) des Tumors. Um dem vorzubeugen, wird in das Tumorbett ein sog. Flab mit den in gleichem Abstand fixierten Kathetern eingebracht und über diese Katheter erfolgt im Anschluss an die Operation die Bestrahlung. Ziel ist es, das Tumorbett möglichst von allen verbliebenen Tumorzellen zu befreien. Aus diesem Grund werden die Sonden so im Flab angeordnet, dass sie näher am Tumorbett zu liegen kommen. Somit wird erreicht, dass bei maximaler Schonung der darüber liegenden Haut eine maximale Dosis in das Tumorbett verbracht werden kann.

 

Foto 1a: nach der operativen Entfernung des Fibrosarkoms wird ein Flab mit den Kathetern zur Bestrahlung in das Wundbett gelegt

Foto 1b (rechts): Lage der Sonden im Flab

 

 


Foto 2
: der Flab verbleibt bis zur Beendigung der Bestrahlung (= ca. 1 Woche) in der verschlossenen Wunde,

das Hochdosis-Brachytherapiegerät wird an die Katheter angeschlossen

 

 

Es gibt leider keine Behandlung, die mit einer einzigen Bestrahlung erledigt ist. Der zeitliche Abstand hängt von der Art der gewählten Therapie ab und somit auch von der Summe, die Sie investieren wollen. Die Brachytherapie ist die sicherste Variante, aber auch die teuerste und wird wie beim Menschen durchgeführt. Sie erfordert z.B. auch die Mitarbeit eines Physikers, da mit radioaktivem Material gearbeitet wird. Mit der Brachytherapie kann unter max. Schonung des gesunden Gewebes bestrahlt werden. Am Tag der Op wird der Tumor entfernt und in das Tumorbett werden Kunststoffkatheter gelegt. Die Bestrahlung erfolgt dann 4 Mal im Abstand von 2 Tagen = 1 Woche. In dieser Woche wäre es evtl. auch möglich, die Katze in einer Tierklinik / -pension in München zu lassen. Gesamtkosten (ohne Unterbringung) netto ca. 1800 bis 2200 €.

 

Kostengünstige Variante: IORT = intraoperative Strahlentherapie:

 Die Brachytherapie stellt bestimmt die optimale Therapie dar, aber für preisbewusstere Besitzer wäre die intraoperative Strahlentherapie eine Alternative. Ähnlich wie bei der Operation des Mammatumors des Menschen wird bei der IORT operiert und am selben Tag das Wundbett  einmalig mit einer hohen Dosis bestrahlt ohne Beteiligung der Haut, damit diese geschont wird. 

Beim Menschen wurde festgestellt, dass mittels IORT auch eine hohe Rezidivfreiheit (= kein Nachwachsen des Tumors) erreicht werden kann.

 Kosten: OP-Kosten (abhängig von Dauer und Schwierigkeit) und für die IORT ca 100 €.