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Teletherapie / Brachytherapie Print
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Im Gegensatz zur Teletherapie (Co-60-Geräte, Linearbeschleuniger), bei der die Strahlenquelle räumlich vom Tumor entfernt liegt, wird bei der BRACHYTHERAPIE die Strahlungsquelle direkt an oder in den Tumor verbracht. Mittels eines Hochdosis-Verfahrens (HDR) können in kurzer Zeit die erforderlichen und je nach Tumor und Lokalisation variierenden Strahlendosen verabreicht werden. Da diese Dosen im Afterloading-Verfahren verabreicht werden, verbleiben keine für den Menschen bedenkliche radioaktive Substanzen im Körper des Tieres. Dies wäre z.B. bei den aus der Prostatabehandlung des Menschen bekannten Jod-Seeds der Fall. Diese Behandlung ist als LDR (low dose radiation) - Verfahren bekannt und beim Tier aus Strahlenschutzgründen verboten.

Teletherapiegeräte (Co-60-Geräte, Linearbeschleuniger) haben den Vorteil, auch große Körperareale bestrahlen zu können. Allerdings müssen sie gesundes Gewebe durchdringen, um an den Tumor zu gelangen. Deshalb wird zur Schonung dieses Gewebes und zur Vermeidung von Spätfolgen die nötige Gesamtdosis fraktioniert, d.h. aufgeteilt auf viele Einzelsitzungen. Die Gesamtdosis der nötigen Bestrahlung wird generell durch die Lokalisation und die Tumorart bestimmt. Um diese zu erreichen, sind im Regelfall zwischen 12 und 18 Einzelfraktionen nötig. Da Bestrahlungen aus Strahlenschutzgründen nur unter Ruhigstellung des Patienten erfolgen können, sind somit bei der Teletherapie genauso viele Narkosen nötig, was viele Patienten ihren Tieren nicht zumuten wollen. Selbstverständlich muss der immense Aufwand auch finanziell vergütet werden.

Ein Nachteil der Teletherapie liegt darin, dass zur Vermeidung von Wundheilungsstörungen postoperativ 2-3 Wochen gewartet werden muss, bis die Bestrahlung beginnt. V.a. bei Spindelzellsarkomen (z.B. Fibrosarkom) kann es in der Zeit schon zu massiven Rezidiven kommen, wie ein aktueller Fall belegt.

FOTO: schon 2 Wochen nach der radikalen OP war ein Nachwachsen eines Sarkoms zu fühlen. Hier der Zustand nach 3 Wochen. Eine Nach-OP ist leider immer schwieriger und verschlechtert die Prognose. Aus diesem Grund halten wir ein Abwarten nach einer Operation für ein großes Risiko.

Dr. Wendlberger München Brachytherapie Krebsbestrahlung bei Tieren

 

Dr. Wendlberger München Brachytherapie Krebsbestrahlung bei Tieren

 

 

Die BRACHYTHERAPIE, die "Bestrahlung von innen" wird bei lokalen Tumoren verwendet und es werden hohe Dosen in kleinen Volumina direkt in den Tumor eingebracht. Dadurch erreicht man eine maximale Schonung des gesunden Gewebes, kurze Bestrahlungszeit und bedingt durch die hohe biologische Wirkung erreicht man die nötige Gesamtdosis in viel weniger Fraktionen. Vorteil: weniger Narkosen und somit auch weniger Aufwand und weniger Kosten bei vergleichbarer Wirksamkeit. Insgesamt überwiegen bei lokalisierten, gut zugänglichen Tumoren der Haut, des Brustgewebes oder der Maulhöhle die Vorteile der Brachytherapie.

 

Hier gibt es von Kollegen, die diese Therapie nicht anbieten, immer wieder die Kritik, es gäbe keine Studien über die Wirksamkeit der Hochdosis (HDR)-Brachytherapie bei Tieren und sie sei aus dem Grund nicht gut und würde nicht funktionieren. Wie sollte es hiervon Studien geben, wenn die Stelle hier in München weltweit bisher die einzige darstellt? Wir können aber beweisen und dokumentieren, wie gut die Brachytherapie wirkt und uns erschien der Ansatz logisch, dass Bestrahlung "am Ort des Geschehens", sprich IM Tumor sinnvoller erscheint, als gesunde Strukturen zu durchstrahlen. Beim Prostatakarzinom oder beim Mammatumor des Menschen wird sinngemäß verfahren. Da gesunde Strukturen nicht durchstrahlt werden müssen, kann die Dosis im Tumor höher gewählt werden und deshalb sind es weniger Fraktionen und somit weniger Narkosen. Dass es hervorragend wirkt, ist v.a. bei den beiden genannten Indikationen beim Menschen nachzulesen.